Um zu verstehen, wie diese Schwindelform entsteht, hilft ein Blick auf das
Gleichgewichtsorgan im
Innenohr. Dort befinden sich kleine Kalziumkarbonat-
Kristalle, sogenannte Otolithen oder Otokonien. Normalerweise befinden sich diese Kristalle im Vorhof des Gleichgewichtsorgans (Utriculus und Sacculus) und unterstützen die
Wahrnehmung von
Lageveränderungen.
Beim Lagerungsschwindel lösen sich einige dieser Kristalle und gelangen in einen Bogengang des Innenohrs. Am häufigsten ist der hintere Bogengang betroffen. Bewegt sich der Kopf nun in eine bestimmte Position, beispielsweise beim Umdrehen im Bett, beim Hinlegen oder beim Blick nach oben, geraten die Kristalle in Bewegung.
Dadurch werden Sinneszellen im Gleichgewichtsorgan gereizt und senden
fehlerhafte Bewegungssignale an das Gehirn. Es entsteht der Eindruck, dass sich der Körper oder die Umgebung dreht, obwohl keine entsprechende Bewegung stattfindet.
Die Folge ist eine kurze, aber oft intensive
Schwindelattacke. Da die Ursache bekannt ist, kann sie in vielen Fällen durch spezielle
Lagerungsmanöver gezielt behandelt werden.