KIEFERGELENK UND CMD

Kiefergelenk-Behandlung bei CMD in Binningen bei Basel

Unsere Kieferphysiotherapie richtet sich an Menschen mit Beschwerden am Kiefergelenk oder in der Kaumuskulatur. Wir untersuchen die beteiligten Gelenke, Muskeln und angrenzenden Bereiche und stimmen die Behandlung individuell auf Ihre Beschwerden ab.
ÜBERBLICK

Was ist eine craniomandibuläre Dysfunktion?

Der Begriff craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD, bezeichnet Funktionsstörungen im Zusammenspiel von Unterkiefer, Kiefergelenken und Kaumuskulatur. Auch die Halswirbelsäule und die umgebenden Muskeln können bei der Untersuchung und Behandlung berücksichtigt werden.

Mögliche Beschwerden sind Schmerzen im Bereich des Kiefers oder Gesichts, eine eingeschränkte Mundöffnung sowie knackende oder reibende Geräusche. Solche Symptome können unterschiedliche Ursachen haben und sollten deshalb individuell abgeklärt werden.

Die physiotherapeutische Kiefergelenk-Behandlung wird teilweise auch als Kieferphysiotherapie, Kiefergelenksrehabilitation oder craniomandibuläre Rehabilitation bezeichnet.

Physiotherapeutische Kiefergelenk-Behandlung bei CMD in Binningen
ANWENDUNGSGEBIETE

Wann kann Kieferphysiotherapie sinnvoll sein?

Eine physiotherapeutische Untersuchung kann bei unterschiedlichen Beschwerden und funktionellen Einschränkungen im Bereich von Kiefergelenk und Kaumuskulatur sinnvoll sein.
Bei Schmerzen im Bereich des Kiefergelenks oder der Kaumuskulatur
Bei eingeschränkter oder schmerzhafter Mundöffnung
Bei Beschwerden beim Kauen, Schlucken oder kräftigen Zubeissen
Bei Zähneknirschen oder häufigem Zusammenpressen der Zähne
Bei Kieferknacken in Verbindung mit Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen
Bei myofaszialen Triggerpunkten in der Kiefer- oder Kaumuskulatur
Nach Operationen oder Verletzungen im Kiefer- und Gesichtsbereich
Bei Beschwerden nach längeren zahnmedizinischen Behandlungen
Bei muskulären Beschwerden im Zusammenhang mit zahnmedizinischen oder kieferorthopädischen Veränderungen
Bei begleitenden Beschwerden im Bereich von Nacken und Halswirbelsäule
Nicht jedes Kieferknacken und nicht jede Muskelverspannung benötigt eine Behandlung. Ob Physiotherapie geeignet ist, richtet sich nach Ihren Beschwerden, der medizinischen oder zahnmedizinischen Abklärung und dem physiotherapeutischen Befund.
MÖGLICHE SYMPTOME

Welche Beschwerden können am Kiefergelenk auftreten?

Beschwerden am Kiefergelenk und in der Kaumuskulatur können sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Die folgenden Symptome können mit einer Funktionsstörung oder einer erhöhten Spannung der beteiligten Muskulatur zusammenhängen. Sie sind jedoch nicht beweisend für eine bestimmte Diagnose.
Schmerzen im Bereich des Kiefergelenks oder der Kaumuskulatur
Schmerzen im Bereich von Wange, Kieferhöhle oder Gesicht
Beschwerden beim Kauen, Schlucken oder kräftigen Zubeissen
Schmerzen oder erhöhte Empfindlichkeit im Mund- und Rachenraum
Kopfschmerzen im Bereich von Stirn, Schläfe oder hinter den Augen
Zahnschmerzen oder Zahnfleischschmerzen ohne eindeutig feststellbare zahnmedizinische Ursache
Eingeschränkte oder schmerzhafte Mundöffnung, auch Trismus genannt
Knackende, reibende oder knirschende Geräusche im Kiefergelenk
Erhöhte Empfindlichkeit einzelner Zähne auf Druck, Wärme, Kälte oder Klopfen
Ohrenschmerzen oder Beschwerden im Bereich des Ohres
Einseitiger Tinnitus oder tinnitusartige Ohrgeräusche
Subjektiv wahrgenommene Hörveränderungen
Ungewohntes Gefühl beim Zusammenbeissen der Zähne
Klossgefühl, Globusgefühl oder Schwierigkeiten beim Schlucken
Begleitende Beschwerden im Bereich von Nacken und Halswirbelsäule

Beschwerden sorgfältig abklären

Tinnitus, Hörveränderungen, Schwindel, Schluckbeschwerden, Zahnschmerzen und Beschwerden im Mund- oder Rachenraum können zahlreiche andere Ursachen haben. Diese Symptome müssen ärztlich beziehungsweise zahnärztlich abgeklärt werden. Ein Zusammenhang mit dem Kiefergelenk oder der Muskulatur kann nicht allein anhand der Beschwerden festgestellt werden.
EINFLUSSFAKTOREN

Wie können Kieferbeschwerden entstehen?

Kieferbeschwerden können durch unterschiedliche Faktoren entstehen oder beeinflusst werden. Häufig wirken mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen.
Zähneknirschen während der Nacht, auch Bruxismus genannt
Häufiges oder starkes Zusammenpressen der Zähne
Intensives Kaugummikauen über einen längeren Zeitraum
Starkes Zubeissen, beispielsweise beim Knacken harter Nahrungsmittel
Zahn- oder Kieferfehlstellungen
Veränderungen des Kontakts zwischen Ober- und Unterkiefer
Operationen oder längere Ruhigstellung des Kiefers
Längere zahnmedizinische Behandlungen mit weit geöffnetem Mund
Stürze oder Verletzungen im Bereich von Gesicht und Kiefer
Unfälle oder ein Beschleunigungstrauma der Halswirbelsäule
Erhöhte Muskelspannung im Bereich von Kiefer, Nacken und Halswirbelsäule
Myofasziale Triggerpunkte in der Kaumuskulatur oder in angrenzenden Muskeln
Stress und unbewusstes Anspannen der Kaumuskulatur
Diese Faktoren können Kieferbeschwerden beeinflussen, stellen für sich allein jedoch keine Diagnose dar. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen. Welche davon im individuellen Fall relevant sind, wird anhand der Vorgeschichte, vorhandener Befunde und der physiotherapeutischen Untersuchung beurteilt.
NACH EINGRIFFEN

Physiotherapie nach Kieferoperationen

Nach einer Operation, einer Verletzung oder einer längeren Ruhigstellung des Kiefers können Beweglichkeit, Muskelkraft und Koordination beeinträchtigt sein. Auch eine länger dauernde zahnmedizinische Behandlung mit weit geöffnetem Mund kann vorübergehend Beschwerden auslösen.

Je nach ärztlicher oder zahnärztlicher Vorgabe kann die Physiotherapie dabei unterstützen, die Mundöffnung schrittweise zu verbessern, die beteiligte Muskulatur zu behandeln und geeignete Übungen für zu Hause zu erlernen.

Kiefergelenk-Behandlung-Physiotherapie-Binningen
BEHANDLUNG

Wie läuft die Kiefergelenk-Behandlung ab?

Zu Beginn werden Ihre Beschwerden, die Beweglichkeit des Unterkiefers und die Funktion des Kiefergelenks erfasst. Je nach Befund werden auch die Kaumuskulatur, die Halswirbelsäule und angrenzende Bereiche untersucht.
UNTERSUCHUNG

Individueller Befund

Wir besprechen Ihre Beschwerden und untersuchen unter anderem die Mundöffnung, die Beweglichkeit des Unterkiefers, das Kiefergelenk sowie die Spannung und Druckempfindlichkeit der beteiligten Muskulatur.
MANUELLE TECHNIKEN

Gelenk und Muskulatur behandeln

Abhängig vom physiotherapeutischen Befund können manuelle Techniken am Kiefergelenk, an der Kaumuskulatur und an der Halswirbelsäule eingesetzt werden. Dazu können Mobilisationen, Druckbehandlungen, ischämische Kompression, Dehnungen und Faszientechniken gehören.
AKTIVE THERAPIE

Bewegung und Wahrnehmung

Gezielte Übungen können die Bewegungskoordination des Unterkiefers, die Körperhaltung und die Wahrnehmung unbewusster Anspannung verbessern. Sie erhalten bei Bedarf ein individuell angepasstes Heimprogramm.
TRIGGERPUNKTE

Triggerpunkte behandeln

Wenn myofasziale Triggerpunkte für die Beschwerden relevant sind, können diese manuell oder bei geeigneter Indikation mit Dry Needling behandelt werden. Welche Methode eingesetzt wird, richtet sich nach dem Befund, möglichen Gegenanzeigen und Ihrer Zustimmung.
Welche Massnahmen sinnvoll sind, hängt vom individuellen Befund und vom fachlichen Schwerpunkt der behandelnden Fachperson ab. Nicht jede Behandlungsmethode ist für jede Person oder jede Form von Kieferbeschwerden geeignet.

Zahnmedizinische und ärztliche Abklärung

Kiefer-, Zahn- und Gesichtsbeschwerden können unterschiedliche Ursachen haben. Je nach Beschwerdebild kann vor oder während der physiotherapeutischen Behandlung eine zusätzliche zahnärztliche, kieferorthopädische oder ärztliche Abklärung sinnvoll sein. Vorhandene Befunde und Behandlungsvorgaben können in die physiotherapeutische Behandlung einbezogen werden.
AKTIVE MITARBEIT

Was können Sie selbst zur Behandlung beitragen?

Neben der manuellen Behandlung kann die aktive Therapie ein wichtiger Bestandteil der Kiefergelenk-Behandlung sein. Dazu können Übungen zur Bewegungskoordination des Unterkiefers, zur Körperhaltung sowie zur Kräftigung und Stabilisation angrenzender Bereiche gehören.

Bei Bedarf werden auch die Sitzhaltung und die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes besprochen. Wahrnehmungsübungen können dabei helfen, unbewusstes Zusammenpressen der Zähne oder eine anhaltende Anspannung der Kaumuskulatur im Alltag besser zu erkennen.

Sie erhalten bei Bedarf ein individuell angepasstes Heimprogramm mit Kieferübungen. Die Übungen sollten in der empfohlenen Häufigkeit und ohne erzwungene oder schmerzhafte Bewegungen durchgeführt werden.

  • Instruiertes Heimprogramm regelmässig durchführen
  • Unbewusstes Zusammenpressen der Zähne wahrnehmen
  • Kaumuskulatur im Alltag bewusst entspannen
  • Belastende Gewohnheiten erkennen und anpassen
  • Veränderungen und Reaktionen bei der Behandlung rückmelden
Physiotherapeutische Kiefergelenk-Behandlung bei CMD in Binningen
ERSTER TERMIN

So bereiten Sie sich auf die Behandlung vor

Bringen Sie vorhandene Unterlagen mit, die für Ihre Kieferbeschwerden relevant sein könnten. Dadurch können wir Ihre Situation beim ersten Termin gezielter erfassen.
1

Unterlagen mitbringen

Bringen Sie bitte Ihre Physiotherapie-Verordnung sowie vorhandene ärztliche, zahnärztliche oder kieferorthopädische Berichte mit.
2

Beschwerden beschreiben

Überlegen Sie, seit wann die Beschwerden bestehen, bei welchen Bewegungen sie auftreten und wodurch sie sich verstärken oder vermindern.
3

Hilfsmittel erwähnen

Informieren Sie uns, wenn Sie eine Zahnschiene tragen oder kürzlich zahnmedizinisch beziehungsweise kieferorthopädisch behandelt wurden.
4

Behandlung planen

Nach dem Gespräch und der physiotherapeutischen Untersuchung besprechen wir mit Ihnen die möglichen Behandlungsziele und das weitere Vorgehen.
ORGANISATION

Verordnung und Kostenübernahme

Die Kiefergelenk-Behandlung wird grundsätzlich wie eine andere physiotherapeutische Behandlung organisiert und abgerechnet.

Physiotherapie-Verordnung

Für die Abrechnung über die obligatorische Krankenpflegeversicherung oder eine Unfallversicherung benötigen Sie grundsätzlich eine gültige Physiotherapie-Verordnung.

Zahnärztliche Verordnung

Ob eine Verordnung Ihrer Zahnärztin oder Ihres Zahnarztes von der zuständigen Versicherung anerkannt wird, sollte vor Behandlungsbeginn direkt mit der Versicherung geklärt werden.

Behandlung ohne Verordnung

Eine Behandlung ohne Verordnung ist grundsätzlich als Selbstzahlerin oder Selbstzahler möglich. Die geltenden Tarife finden Sie auf unserer Preisübersicht.
UNSER TEAM

Ihre Fachpersonen für die Kiefergelenk-Behandlung

Die Behandlung von Kieferbeschwerden erfolgt bei uns entsprechend dem individuellen Befund sowie den Weiterbildungen und fachlichen Schwerpunkten der jeweiligen Fachperson.
CMD UND KIEFERGELENK

Stephanie Kleil

Diplomierte Physiotherapeutin 
D | F | E
Stephanie Kleil verfügt über eine Weiterbildung in der physiotherapeutischen Behandlung von craniomandibulären Dysfunktionen und Kiefergelenkbeschwerden.
TRIGGERPUNKT-THERAPIE

Philipp Moser

Diplomierter Physiotherapeut FH 
D | E | I
Philipp Moser behandelt Beschwerden des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur mit einem besonderen Schwerpunkt auf myofaszialen Triggerpunkten.
CRANIOSACRAL-THERAPIE

André Klumpp

Diplomierter Physiotherapeut 
D | E
André Klumpp behandelt Beschwerden des Kiefergelenks und angrenzender Strukturen im Rahmen der Craniosacral-Therapie.
TRIGGERPUNKT-THERAPIE

Helena Griesser

Physiotherapeutin BSc 
D | E | F
Helena Griesser behandelt Beschwerden des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur unter anderem im Zusammenhang mit myofaszialen Triggerpunkten.
BINNINGEN BEI BASEL

Kieferphysiotherapie für Patientinnen und Patienten aus Basel

Unsere Praxis befindet sich in Binningen unmittelbar bei Basel. Wir behandeln Patientinnen und Patienten aus Binningen, Basel und den umliegenden Gemeinden, die physiotherapeutische Unterstützung bei Kiefergelenkbeschwerden oder CMD suchen.

Die Behandlung findet in unserer Praxis an der Paradiesstrasse 78a in 4102 Binningen statt. Informationen zur Anreise, zu den Parkmöglichkeiten und zu unseren Räumlichkeiten finden Sie auf den Seiten «Kontakt» und «Praxis».

Unsere Praxis wird auch von Patientinnen und Patienten aus Bottmingen, Allschwil, Oberwil und weiteren Gemeinden der Region besucht.

Physiotherapeutische Kiefergelenk-Behandlung bei CMD in Binningen
TRIGGERPUNKTE

Triggerpunkte in der Kiefermuskulatur

Myofasziale Triggerpunkte sind druckempfindliche Bereiche innerhalb der Muskulatur. Sie können in der Kaumuskulatur sowie in Muskeln von Kopf, Hals und Schulter auftreten. Beschwerden können lokal wahrgenommen werden oder in andere Regionen ausstrahlen.

Zu den für die Kieferfunktion wichtigen Muskeln gehören unter anderem der Musculus masseter, der Musculus temporalis, der Musculus pterygoideus medialis, der Musculus pterygoideus lateralis und der Musculus digastricus. Je nach Beschwerdebild können zudem Muskeln im Bereich der Halswirbelsäule und des Schultergürtels berücksichtigt werden.

Ob myofasziale Triggerpunkte im individuellen Fall für die Beschwerden relevant sind, wird anhand der physiotherapeutischen Untersuchung beurteilt.
MUSKELKATALOG

Kiefermuskulatur: Triggerpunkte und mögliche Ausstrahlungsgebiete

Hier finden Sie eine Auswahl von Muskeln mit möglichen Triggerpunkten und Ausstrahlungsgebieten. Die Illustrationen zeigen die Triggerpunkte mit einem «x» und mögliche Ausstrahlungsgebiete in roter Farbe. Die Darstellungen ersetzen keine individuelle Untersuchung oder Diagnose.
Der Musculus digastricus ist unter anderem an der Bewegung des Unterkiefers und am Schluckvorgang beteiligt.

Mögliche Ausstrahlungsgebiete können sein:

- untere Schneidezähne
- Kinn und Mundboden
- vorderer und seitlicher Halsbereich

Mögliche begleitende Beschwerden können sein:

- Schluckbeschwerden
- Kloss- oder Globusgefühl im Hals
- eingeschränkte Mundöffnung

Schluckbeschwerden und ein anhaltendes Fremdkörpergefühl im Hals können zahlreiche Ursachen haben und sollten medizinisch abgeklärt werden.
Triggerpunkte im Musculus digastricus mit möglichen Ausstrahlungsgebieten an Kiefer, Mundboden und Hals
Triggerpunkte im Musculus digastricus und mögliche Ausstrahlungsgebiete
Der Musculus masseter gehört zu den wichtigsten und kräftigsten Kaumuskeln.

Mögliche Ausstrahlungsgebiete können sein:

- Unter- und Oberkiefer
- Backenzähne und Zahnfleisch
- Wange und Kieferhöhle
- Ohrregion
- Stirn und Augenbrauen

Mögliche begleitende Beschwerden können sein:

- Schmerzen beim Kauen
- erhöhte Spannung der Kaumuskulatur
- eingeschränkte Mundöffnung
- Kopf- oder Gesichtsschmerzen
- ausstrahlende Zahn- oder Ohrenschmerzen

Zahnschmerzen müssen zunächst zahnärztlich abgeklärt werden. Ohrenschmerzen und Tinnitus können zahlreiche andere Ursachen haben und benötigen bei unklaren oder anhaltenden Beschwerden eine medizinische Abklärung.
Triggerpunkte im Musculus masseter mit möglichen Ausstrahlungsgebieten an Kiefer, Zähnen, Wange und Ohr
Triggerpunkte im Musculus masseter und mögliche Ausstrahlungsgebiete
Der Musculus pterygoideus medialis ist an den Bewegungen des Unterkiefers und am Kieferschluss beteiligt.

Mögliche Ausstrahlungsgebiete können sein:

- Ohrregion
- Kiefergelenk
- Gaumen und Rachen
- Zunge

Mögliche begleitende Beschwerden können Schmerzen beim Kauen, eine erhöhte Spannung der Kaumuskulatur oder Beschwerden im Bereich von Kiefergelenk, Mund und Rachen sein.

Ohrgeräusche, Hörveränderungen und anhaltende Beschwerden im Mund- oder Rachenraum müssen medizinisch beziehungsweise zahnärztlich abgeklärt werden.
m.pteryTriggerpunkte im Musculus pterygoideus medialis mit möglichen Ausstrahlungsgebieten an Kiefergelenk, Ohr und Rachengoideus-medialis-Triggerpunkt-Kiefergelenk-Behandlung-Physiotherapie-Binningen
Triggerpunkte im Musculus pterygoideus medialis und mögliche Ausstrahlungsgebiete
Der Musculus splenius capitis befindet sich im Bereich der Halswirbelsäule und des Hinterkopfs.

Mögliche Ausstrahlungsgebiete können sein:

- Hinterkopf
- seitlicher Kopfbereich
- Scheitelbereich

Mögliche begleitende Beschwerden können Kopf- oder Nackenschmerzen sein. Ob ein Zusammenhang mit den Beschwerden am Kiefergelenk besteht, wird im Rahmen des physiotherapeutischen Befunds geprüft.
Triggerpunkte im Musculus splenius capitis mit möglichen Ausstrahlungsgebieten an Hinterkopf und Kopfseite
Triggerpunkte im Musculus splenius capitis und mögliche Ausstrahlungsgebiete
Der Musculus sternocleidomastoideus verläuft seitlich am Hals und ist an Bewegungen von Kopf und Halswirbelsäule beteiligt.

Mögliche Ausstrahlungsgebiete können sein:

- Stirn und Schläfe
- Scheitelbereich
- Hinterkopf
- Bereich im und hinter dem Ohr
- Wange

Mögliche begleitende Beschwerden können Kopf- und Nackenschmerzen sein. Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Sehstörungen, Taubheitsgefühle und Hörveränderungen können zahlreiche Ursachen haben und müssen medizinisch abgeklärt werden.
Triggerpunkte im Musculus sternocleidomastoideus mit möglichen Ausstrahlungsgebieten an Kopf, Gesicht und Ohr
Triggerpunkte im Musculus sternocleidomastoideus und mögliche Ausstrahlungsgebiete
Der Musculus temporalis verläuft seitlich am Kopf und ist wesentlich am Kieferschluss beteiligt.

Mögliche Ausstrahlungsgebiete können sein:

- Kiefergelenk
- Oberkiefer
- Zähne der oberen Zahnreihe
- Schläfenregion
- Augenbraue
- Bereich hinter dem Auge

Mögliche begleitende Beschwerden können sein:

- Kopfschmerzen
- eingeschränkte Mundöffnung, auch Trismus genannt
- Schmerzen beim Kauen oder Zubeissen
- Funktionsstörungen des Kiefergelenks

Zahnschmerzen und Schmerzen im Bereich der Augen müssen entsprechend zahnärztlich beziehungsweise medizinisch abgeklärt werden.
Triggerpunkte im Musculus temporalis mit möglichen Ausstrahlungsgebieten an Schläfe, Kiefergelenk und Oberkiefer
Triggerpunkte im Musculus temporalis und mögliche Ausstrahlungsgebiete
Der Musculus trapezius erstreckt sich über den Nacken-, Schulter- und oberen Rückenbereich.

Mögliche Ausstrahlungsgebiete können sein:

- Schulter-Nacken-Bereich
- Schulterdach
- Bereich zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule
- Arm und Ellenbogen
- Kopf- und Kieferbereich

Mögliche begleitende Beschwerden können Kopf-, Nacken- oder Schulterbeschwerden sowie Einschränkungen der Beweglichkeit oder Koordination des Schultergürtels sein.

Ob Beschwerden dieses Muskels mit einer Kiefergelenksproblematik zusammenhängen, muss individuell untersucht werden.
Triggerpunkte im Musculus trapezius mit möglichen Ausstrahlungsgebieten an Nacken, Schulter, Kopf und Kiefer
Triggerpunkte im Musculus trapezius und mögliche Ausstrahlungsgebiete

Zahnschmerzen ohne eindeutigen Zahnbefund

Beschwerden aus der Kaumuskulatur können in den Kiefer-, Gesichts- oder Zahnbereich ausstrahlen. Zahnschmerzen müssen dennoch zuerst zahnärztlich abgeklärt werden, damit behandlungsbedürftige Ursachen an den Zähnen oder am Zahnfleisch ausgeschlossen werden können.
Mehr über muskulär bedingte Zahnschmerzen
Häufige Fragen

Fragen zur Kiefergelenk-Behandlung

Hier finden Sie Antworten zu Beschwerden, Behandlung, Vorbereitung, Verordnung und Kosten der Kieferphysiotherapie.
Eine craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD, bezeichnet eine Funktionsstörung im Zusammenspiel von Unterkiefer, Kiefergelenken und Kaumuskulatur. Je nach Situation können auch die Halswirbelsäule und angrenzende Muskeln eine Rolle spielen. Welche Strukturen tatsächlich an den Beschwerden beteiligt sind, wird individuell untersucht.
Eine physiotherapeutische Untersuchung kann beispielsweise bei Schmerzen am Kiefergelenk, Beschwerden in der Kaumuskulatur, eingeschränkter Mundöffnung oder Problemen beim Kauen sinnvoll sein. Auch bei Knacken oder Reiben kann eine Abklärung angezeigt sein. Da solche Beschwerden unterschiedliche Ursachen haben können, ist je nach Situation zusätzlich eine ärztliche oder zahnärztliche Untersuchung erforderlich.
Die Behandlung richtet sich nach dem individuellen Befund. Möglich sind manuelle Techniken am Kiefergelenk und an der Muskulatur, Bewegungs- und Wahrnehmungsübungen sowie Massnahmen für die Halswirbelsäule und die Körperhaltung. Bei geeigneter Indikation können zusätzlich Triggerpunkt-Techniken oder Dry Needling eingesetzt werden.
Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Halswirbelsäule stehen funktionell miteinander in Verbindung. Deshalb können je nach Beschwerden auch Beweglichkeit, Haltung und Muskelspannung im Nacken- und Schulterbereich untersucht und in die Behandlung einbezogen werden.
Für die Abrechnung über die obligatorische Krankenpflegeversicherung oder eine Unfallversicherung benötigen Sie grundsätzlich eine gültige Physiotherapie-Verordnung. Ob eine zahnärztliche Verordnung von Ihrer Versicherung anerkannt wird, sollte vor Behandlungsbeginn direkt mit der Versicherung geklärt werden. Ohne Verordnung kann die Behandlung als Selbstzahlerin oder Selbstzahler erfolgen.
Kieferknacken kann unterschiedliche Ursachen haben und ist nicht immer behandlungsbedürftig. Bestehen zusätzlich Schmerzen, eine eingeschränkte Mundöffnung oder andere Funktionsprobleme, kann eine ärztliche, zahnärztliche oder physiotherapeutische Abklärung sinnvoll sein. Ob Physiotherapie geeignet ist, hängt vom individuellen Befund ab.
Hilfreich können individuell angepasste Übungen, eine bessere Wahrnehmung des Zusammenpressens der Zähne und das bewusste Entspannen der Kaumuskulatur sein. Welche Massnahmen für Sie geeignet sind, sollte anhand Ihrer Beschwerden und des physiotherapeutischen Befunds festgelegt werden.
Beschwerden aus der Kaumuskulatur können in den Kiefer-, Gesichts- oder Zahnbereich ausstrahlen. Zahnschmerzen müssen jedoch zuerst zahnärztlich abgeklärt werden, da behandlungsbedürftige Ursachen an Zähnen oder Zahnfleisch ausgeschlossen werden müssen.
Physiotherapie und eine zahnärztlich angepasste Zahnschiene verfolgen unterschiedliche Ansätze und können sich je nach Befund ergänzen. Ob eine Zahnschiene erforderlich ist, entscheidet Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt. Die Physiotherapie kann sich auf Beweglichkeit, Muskelspannung, Koordination und alltagsbezogene Übungen konzentrieren.
Bringen Sie bitte Ihre Physiotherapie-Verordnung sowie vorhandene ärztliche, zahnärztliche oder kieferorthopädische Berichte mit. Wenn Sie eine Zahnschiene verwenden oder kürzlich zahnmedizinisch behandelt wurden, teilen Sie uns dies bitte ebenfalls mit.
Die Physiotherapie Moser & Klumpp befindet sich an der Paradiesstrasse 78a in Binningen unmittelbar bei Basel. Hier bieten wir physiotherapeutische Behandlungen bei Beschwerden am Kiefergelenk und in der Kaumuskulatur an. Eine Terminanfrage können Sie online oder telefonisch stellen.
ERFAHRUNGEN

Erfahrungen aus unserer Praxis

Lesen Sie ausgewählte Rückmeldungen von Patientinnen und Patienten zu ihren persönlichen Erfahrungen in unserer Praxis.
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Beatrice Valenti profile picture
Beatrice
11 April 2024
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Ich bin bei Hr. Moser seit letztem November in Behandlung für sehr starke Verspannungen im Nacken und Rücken Bereich mit Ausstrahlungen ins Ohr und Kiefer. Dies führt zu Kopfschmerzen. Die Lösung ist Dry Needeling sowie weitere effektive Behandlungen.Ich bin sehr dankbar für das engagierte und vielfältige Angebot bei der Physiotherapie Moser & Klumpp.
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Herbert Krummenauer profile picture
Herbert
19 November 2023
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Bin seit über 2 Jahren wegen unterschiedlicher Themen in Behandlung und freue mich über eine sehr kompetente und zielgerichtet Behandlung. Auch wenn es mal etwas Ungewöhnliches gibt, ich hatte mir irgendwie beim kauen das Kiefergelenk verschoben, eine halbstündige Behandlung und das Problem war behoben. Danke an das feundliche und kompetente Team. Aus Überzeugung gebe ich gerne 5 Sterne!!
QUELLEN

Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Quellen bieten weiterführende fachliche Informationen zu Kieferbeschwerden, Triggerpunkten und physiotherapeutischen Behandlungsmethoden.
Roland Gautschi: Manuelle Triggerpunkt-Therapie. Thieme, 2010.
Peter E. Baldry: Akupunktur, Triggerpunkte und muskuloskelettale Schmerzen. Medizinisch Literarische Verlagsgesellschaft, 1996.
Beat Dejung: Triggerpunkt-Therapie. Verlag Hans Huber, 2003.
P. Reilich, C. Gröbli und J. Dommerholt: Myofasziale Schmerzen und Triggerpunkte. Urban & Fischer, 2012.
Kursskript der Ausbildung in Triggerpunkt-Therapie und Dry Needling, IMTT.
Interessengemeinschaft für myofasziale Triggerpunkt-Therapie IMTT
Philipp Moser, Physiotherapeut und Praxisinhaber
ÜBER DEN AUTOR

Philipp Moser

Dipl. Physiotherapeut FH und Praxisinhaber
Philipp Moser ist seit dem 1. Dezember 2004 Inhaber der Physiotherapie Moser & Klumpp in Binningen. Zu seinen fachlichen Schwerpunkten gehören unter anderem die Triggerpunkt-Therapie, Dry Needling und die Behandlung myofaszialer Triggerpunkte im Zusammenhang mit Beschwerden des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur.
Zuletzt aktualisiert: 12. September 2026
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Medizinischer Hinweis

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische oder zahnmedizinische Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Kiefer-, Zahn-, Gesichts- und Ohrbeschwerden können unterschiedliche Ursachen haben. Lassen Sie anhaltende, zunehmende oder unklare Beschwerden ärztlich oder zahnärztlich abklären.
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