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Übungen gegen schwindel
Welche Übungen helfen können und warum die Ursache des Schwindels entscheidend ist

Übungen gegen Schwindel: Gleichgewicht und Sicherheit trainieren

Autor: Philipp Moser | Dipl. Physiotherapeut FH | Letzte Aktualisierung: 13.06.2026
Übungen gegen Schwindel können helfen, das Gleichgewicht zu verbessern, die Blickstabilität zu trainieren und die Sicherheit im Alltag zu erhöhen. Welche Übungen sinnvoll sind, hängt jedoch immer von der Ursache der Beschwerden ab. Während bei Lagerungsschwindel spezielle Lagerungsmanöver im Vordergrund stehen, kommen bei anderen Schwindelformen beispielsweise Gleichgewichtsübungen, Blickstabilisationstraining oder sensomotorisches Training zum Einsatz. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Übungen bei den verschiedenen Schwindelursachen häufig verwendet werden.

Können Übungen gegen Schwindel helfen?

Ja. Bei vielen Schwindelerkrankungen können gezielte Übungen ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sein. Sie helfen dabei, das Gleichgewichtssystem zu trainieren, die Blickstabilität zu verbessern und die Sicherheit bei alltäglichen Bewegungen zu erhöhen.

Welche Übungen sinnvoll sind, hängt jedoch von der Ursache des Schwindels ab. Nicht jede Übung eignet sich für jede Schwindelform. Während bei Lagerungsschwindel spezielle Lagerungsmanöver eingesetzt werden, stehen bei anderen Erkrankungen beispielsweise Gleichgewichtstraining, Blickstabilisationstraining oder sensomotorische Übungen im Vordergrund.

Ziel der Übungen ist es, die Anpassungsfähigkeit des Gleichgewichtssystems zu fördern, Bewegungsunsicherheit zu reduzieren und das Vertrauen in die eigenen Bewegungen wieder zu stärken.

Warum die richtige Diagnose wichtig ist

Schwindel kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb gibt es keine einzelne Übung, die bei allen Betroffenen gleich wirksam ist. Während bei Lagerungsschwindel spezielle Lagerungsmanöver eingesetzt werden, stehen bei anderen Schwindelformen beispielsweise Blickstabilisationstraining, Gleichgewichtstraining oder sensomotorische Übungen im Vordergrund.

Vor Beginn einer physiotherapeutischen Behandlung ist deshalb eine ärztliche Abklärung wichtig. Sie hilft dabei, die Ursache der Beschwerden zu erkennen und ernsthafte Erkrankungen auszuschliessen. Erst wenn die zugrunde liegende Diagnose bekannt ist, können die Übungen gezielt an die individuelle Schwindelursache angepasst werden.

Eine genaue Diagnose hilft dabei, die passenden Übungen auszuwählen, die Behandlung gezielt zu planen und ungeeignete Massnahmen zu vermeiden. Dadurch kann die Therapie wirksamer und sicherer gestaltet werden.

Die wirksamsten Übungen gegen Schwindel hängen nicht vom Symptom selbst, sondern von der zugrunde liegenden Ursache ab.

Wichtig: Es gibt nicht die eine Übung gegen Schwindel. Welche Übungen geeignet sind, hängt von der Ursache der Beschwerden ab.

Übungen bei Lagerungsschwindel (BPLS)

Beim Lagerungsschwindel (BPLS) entstehen die Beschwerden meist durch kleine Kristalle (Otolithen), die sich in einen Bogengang des Gleichgewichtsorgans verlagert haben. Die wirksamsten Übungen zielen deshalb nicht auf das Gleichgewichtstraining ab, sondern darauf, diese Kristalle wieder an ihren ursprünglichen Ort zurückzuführen.

Epley-Manöver

Das Epley-Manöver gehört zu den am häufigsten eingesetzten Behandlungen bei Lagerungsschwindel. Durch eine festgelegte Abfolge von Kopf- und Körperbewegungen werden die auslösenden Kristalle schrittweise durch den betroffenen Bogengang bewegt. Ziel ist es, die Kristalle wieder aus dem Bogengang herauszuführen und die Beschwerden zu reduzieren.

Semont-Manöver

Das Semont-Manöver ist eine weitere etablierte Behandlungsmethode bei Lagerungsschwindel. Dabei werden schnelle Lagewechsel genutzt, um die Kristalle im Gleichgewichtsorgan zu verlagern. Das Manöver kann insbesondere bei bestimmten Formen des Lagerungsschwindels eingesetzt werden und wird häufig in der Physiotherapie oder durch speziell geschulte Fachpersonen durchgeführt.

Semont-Plus-Manöver

Das Semont-Plus-Manöver stellt eine Weiterentwicklung des klassischen Semont-Manövers dar. Durch eine zusätzliche Kopfposition soll die Wirksamkeit bei bestimmten Formen des Lagerungsschwindels verbessert werden. Welche Variante geeignet ist, hängt von der betroffenen Seite und dem betroffenen Bogengang ab.

Brandt-Daroff-Übungen

Brandt-Daroff-Übungen werden häufig als Heimübungen eingesetzt. Sie bestehen aus wiederholten Lagewechseln und können helfen, die Empfindlichkeit gegenüber auslösenden Bewegungen zu reduzieren. Im Vergleich zu Lagerungsmanövern wie dem Epley- oder Semont-Manöver stehen sie jedoch meist nicht an erster Stelle der Behandlung.
Bei Lagerungsschwindel stehen spezielle Lagerungsmanöver im Vordergrund. Allgemeines Gleichgewichtstraining ist meist nicht die wichtigste Behandlungsmassnahme.
Mehr Informationen zu Ursachen, Symptomen und Behandlung finden Sie auf unserer Seite über Lagerungsschwindel (BPLS).
Mehr über Lagerungsschwindel (BPLS)

Übungen bei Vestibularisneuritis

Die Vestibularisneuritis ist eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs (Nervus vestibularis). Dadurch erhält das Gehirn vorübergehend fehlerhafte oder unvollständige Informationen aus dem Gleichgewichtssystem. Ziel der Übungen ist es, die zentrale Kompensation zu fördern und das Gehirn dabei zu unterstützen, sich an die veränderten Signale anzupassen.

Blickstabilisationstraining (VOR x1)

Beim VOR-x1-Training bleibt das Blickziel stehen, während der Kopf bewegt wird. Ziel ist es, den vestibulo-okulären Reflex (VOR) zu trainieren. Dieser Reflex sorgt dafür, dass die Augen ein Ziel trotz Kopfbewegungen stabil fixieren können. Die Übung hilft dabei, die Blickstabilität zu verbessern und gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der vestibulären Rehabilitation.

Blickstabilisationstraining (VOR x2)

Beim VOR-x2-Training bewegen sich sowohl der Kopf als auch das Blickziel. Dadurch wird das Gleichgewichtssystem stärker gefordert als beim VOR-x1-Training. Ziel ist es, die Blickstabilität unter anspruchsvolleren Bedingungen zu verbessern und die Anpassungsfähigkeit des Gleichgewichtssystems weiter zu fördern.

Gleichgewichtstraining

Gleichgewichtsübungen helfen dabei, die Stabilität im Stand und bei Bewegungen zu verbessern. Durch gezielte Belastung lernt das Gehirn, Informationen aus Augen, Gleichgewichtssystem und Bewegungsapparat wieder besser zu verarbeiten.

Gangtraining

Viele Betroffene fühlen sich nach einer Vestibularisneuritis beim Gehen unsicher. Gangtraining hilft dabei, das Vertrauen in die eigenen Bewegungen zurückzugewinnen und die Sicherheit im Alltag zu verbessern.

Übungen mit Kopfbewegungen beim Gehen

Diese Übungen kombinieren Gehen mit gezielten Kopfbewegungen. Dadurch wird das Gleichgewichtssystem unter alltagsnahen Bedingungen trainiert und die Anpassungsfähigkeit des Gehirns gefördert.

Habituationstraining

Beim Habituationstraining werden Bewegungen wiederholt durchgeführt, die leichte Schwindelbeschwerden auslösen. Ziel ist es, dass das Gehirn mit der Zeit weniger empfindlich auf diese Reize reagiert und die Beschwerden abnehmen.
Bei Vestibularisneuritis sind aktive Bewegung und vestibuläre Rehabilitation wichtige Bestandteile der Behandlung.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Vestibularisneuritis.
Mehr über Vestibularisneuritis

Übungen bei vestibulärer Migräne

Die vestibuläre Migräne kann Schwindel, Benommenheit und Gleichgewichtsstörungen verursachen. Nicht jede Übung eignet sich für jede betroffene Person. Deshalb werden die Übungen individuell angepasst und häufig schrittweise gesteigert. Ziel ist es, die Belastbarkeit des Gleichgewichtssystems zu verbessern und die Empfindlichkeit gegenüber auslösenden Reizen zu reduzieren.

Gleichgewichtstraining

Gleichgewichtsübungen helfen dabei, die Stabilität im Stand und beim Gehen zu verbessern. Sie können dazu beitragen, Unsicherheit im Alltag zu reduzieren und das Vertrauen in die eigenen Bewegungen zu stärken.

Blickstabilisationstraining

Auch bei vestibulärer Migräne kann Blickstabilisationstraining sinnvoll sein. Im Vergleich zu einer Vestibularisneuritis wird die Belastung jedoch häufig vorsichtiger gesteigert, da manche Betroffene empfindlich auf Bewegungsreize reagieren.

Habituationstraining

Beim Habituationstraining werden Bewegungen oder Situationen trainiert, die leichte Beschwerden auslösen. Ziel ist es, dass das Gehirn diese Reize mit der Zeit besser verarbeitet und weniger empfindlich darauf reagiert.

Training visueller Reize

Viele Menschen mit vestibulärer Migräne reagieren empfindlich auf visuelle Reize wie Menschenmengen, Supermärkte oder bewegte Bilder. Durch ein schrittweise gesteigertes Training kann die Toleranz gegenüber solchen Situationen verbessert werden.

Entspannungs- und Atemübungen

Stress gilt bei vielen Betroffenen als möglicher Auslöser von Beschwerden. Entspannungs- und Atemübungen können helfen, die allgemeine Anspannung zu reduzieren und den Umgang mit Beschwerden zu erleichtern.

Ausdauertraining

Moderates Ausdauertraining kann die allgemeine Belastbarkeit fördern und wird häufig als ergänzende Massnahme empfohlen. Dabei sollte die Intensität individuell angepasst werden.
Bei vestibulärer Migräne werden Übungen häufig schrittweise gesteigert, um das Gleichgewichtssystem zu trainieren, ohne die Beschwerden unnötig zu verstärken.
Mehr über Symptome, Ursachen und Behandlung erfahren Sie auf unserer Seite zur vestibulären Migräne.
Mehr über vestibuläre Migräne

Übungen bei PPPD

Beim persistierenden postural-perzeptiven Schwindel (PPPD) stehen häufig Schwankgefühle, Benommenheit und Unsicherheit im Alltag im Vordergrund. Viele Betroffene reagieren empfindlich auf Bewegung, aufrechte Körperhaltung oder visuelle Reize wie Menschenmengen und Einkaufszentren. Ziel der Übungen ist es, das Gleichgewichtssystem schrittweise wieder an diese Situationen zu gewöhnen und die Belastbarkeit zu erhöhen.

Habituationstraining

Beim Habituationstraining werden Bewegungen wiederholt durchgeführt, die leichte Beschwerden auslösen. Ziel ist es, dass das Gehirn diese Reize mit der Zeit besser verarbeitet und weniger empfindlich darauf reagiert. Die Übungen werden individuell angepasst und schrittweise gesteigert.

Expositionstraining

Viele Menschen mit PPPD beginnen, bestimmte Situationen zu vermeiden, weil sie Beschwerden auslösen. Beim Expositionstraining werden diese Situationen kontrolliert und schrittweise wieder in den Alltag integriert. Ziel ist es, Vermeidungsverhalten abzubauen und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken.

Habituationstraining

Beim Habituationstraining werden Bewegungen oder Situationen trainiert, die leichte Beschwerden auslösen. Ziel ist es, dass das Gehirn diese Reize mit der Zeit besser verarbeitet und weniger empfindlich darauf reagiert.

Gleichgewichtstraining

Gleichgewichtsübungen helfen dabei, die Stabilität im Stand und beim Gehen zu verbessern. Gleichzeitig können sie dazu beitragen, die Bewegungsunsicherheit zu reduzieren und die Belastbarkeit des Gleichgewichtssystems zu fördern.

Gangtraining

Gangtraining unterstützt Betroffene dabei, wieder mehr Sicherheit beim Gehen zu gewinnen. Je nach Situation können unterschiedliche Aufgaben und Umgebungen in das Training integriert werden.

Blickstabilisationstraining

Bei visueller Empfindlichkeit kann Blickstabilisationstraining eingesetzt werden. Ziel ist es, die Verarbeitung von Bewegungsreizen zu verbessern und die Beschwerden bei Kopfbewegungen oder visuellen Herausforderungen zu reduzieren.

Training in komplexen visuellen Umgebungen

Viele Betroffene berichten über stärkere Beschwerden in Supermärkten, Einkaufszentren oder Menschenmengen. Durch ein schrittweise gesteigertes Training in solchen Umgebungen kann die Toleranz gegenüber visuellen Reizen verbessert werden.

Ausdauertraining

Regelmässige körperliche Aktivität und moderates Ausdauertraining können dazu beitragen, die allgemeine Belastbarkeit zu verbessern und die Teilnahme am Alltag zu erleichtern.
Bei PPPD ist das schrittweise Wiederaufnehmen von Bewegung und Alltagssituationen oft ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zum persistierenden postural-perzeptiven Schwindel (PPPD).
Mehr über PPPD

Übungen bei Schwindel durch die Halswirbelsäule (zervikogener Schwindel)

Bei Schwindel durch die Halswirbelsäule wird angenommen, dass veränderte Informationen aus Muskeln, Gelenken und Bändern der Halswirbelsäule die Gleichgewichtskontrolle beeinflussen können. Ziel der Übungen ist es, die Körperwahrnehmung im Nackenbereich zu verbessern, die Bewegungssteuerung zu optimieren und die Zusammenarbeit zwischen Augen, Gleichgewichtssystem und Halswirbelsäule zu fördern.

Training der tiefen Nackenflexoren

Die tiefen Nackenflexoren tragen wesentlich zur Stabilität der Halswirbelsäule bei. Durch gezielte Übungen können Kontrolle, Ausdauer und Koordination dieser Muskulatur verbessert werden. Ziel ist eine bessere Stabilisierung der Halswirbelsäule bei alltäglichen Bewegungen.

Cervical Joint Position Sense Training

Diese Übungen trainieren die Fähigkeit, die Position des Kopfes im Raum wahrzunehmen. Dabei wird die Genauigkeit der Kopfpositionierung verbessert. Ziel ist es, die Körperwahrnehmung der Halswirbelsäule zu fördern und mögliche Fehlinformationen an das Gleichgewichtssystem zu reduzieren.

Blick-Kopf-Koordination

Bei diesen Übungen werden Augen- und Kopfbewegungen gezielt miteinander kombiniert. Dadurch wird das Zusammenspiel zwischen Halswirbelsäule, Augen und Gleichgewichtssystem trainiert.

Sensomotorisches Nackentraining

Sensomotorische Übungen verbessern die Verarbeitung von Informationen aus Muskeln und Gelenken der Halswirbelsäule. Ziel ist es, die Bewegungssteuerung zu optimieren und die Stabilität bei alltäglichen Aktivitäten zu erhöhen.

Gleichgewichtstraining

Gleichgewichtsübungen können helfen, Unsicherheit beim Stehen und Gehen zu reduzieren. Gleichzeitig fördern sie die Zusammenarbeit zwischen Bewegungsapparat, Augen und Gleichgewichtssystem.

Haltungsschulung

Eine günstige Haltung und ergonomische Bewegungsmuster können dazu beitragen, die Belastung der Halswirbelsäule zu reduzieren. Haltungsschulung ist deshalb häufig Bestandteil der physiotherapeutischen Behandlung.
Bei Schwindel durch die Halswirbelsäule stehen die Körperwahrnehmung und die sensomotorische Kontrolle des Nackenbereichs im Mittelpunkt der Übungen.
Mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung erfahren Sie auf unserer Seite über Schwindel durch die Halswirbelsäule.
Mehr über zervikogener Schwindel

Übungen bei Schwindel beim Aufstehen (orthostatischer Schwindel)

Schwindel beim Aufstehen, auch orthostatischer Schwindel genannt, entsteht häufig durch eine vorübergehende Störung der Blutdruckregulation. Ziel der Übungen ist es, die Kreislaufanpassung zu unterstützen, die Belastbarkeit zu verbessern und die Sicherheit beim Aufstehen und Gehen zu erhöhen.

Aufstehtraining

Beim Aufstehtraining wird geübt, Positionswechsel bewusst und kontrolliert durchzuführen. Viele Betroffene profitieren davon, zunächst einige Sekunden auf der Bettkante zu sitzen und erst danach langsam aufzustehen. Dadurch erhält der Kreislauf mehr Zeit, sich an die veränderte Körperposition anzupassen.

Aktivierung der Beinmuskulatur

Vor dem Aufstehen kann die Beinmuskulatur gezielt aktiviert werden. Durch die Muskelarbeit wird der Rückfluss des Blutes zum Herzen unterstützt und die Kreislaufregulation gefördert.

Wadenheben (Calf raises)

Die Wadenmuskulatur wird oft als „Muskelpumpe“ bezeichnet. Wadenheben kann dazu beitragen, den venösen Rückfluss zu verbessern und Kreislaufbeschwerden beim Aufstehen zu reduzieren.

Anspannen von Gesäss- und Beinmuskulatur

Durch gezieltes Anspannen grösserer Muskelgruppen kann der Blutdruck kurzfristig stabilisiert werden. Diese Technik wird häufig eingesetzt, wenn erste Anzeichen von Schwindel oder Benommenheit auftreten.

Beinüberkreuzen

Das Überkreuzen der Beine mit gleichzeitiger Muskelanspannung kann helfen, den Blutdruck vorübergehend zu stabilisieren. Diese einfache Massnahme lässt sich gut in den Alltag integrieren.

Hocke (Squatting)

Das Einnehmen einer Hockposition kann bei Kreislaufbeschwerden kurzfristig entlastend wirken. Dabei wird der venöse Rückfluss verbessert und die Blutversorgung des Gehirns unterstützt.

Ausdauertraining

Regelmässige körperliche Aktivität und moderates Ausdauertraining können die allgemeine Kreislauffunktion verbessern und die Belastbarkeit im Alltag erhöhen.
Bei orthostatischem Schwindel stehen die Unterstützung der Kreislaufregulation und die Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit im Vordergrund.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zum Schwindel beim Aufstehen.
Mehr über orthostatischer Schwindel

Übungen bei Schwindel durch gestörte Körperwahrnehmung (propriozeptiver Schwindel)

Schwindel durch gestörte Körperwahrnehmung entsteht, wenn Informationen aus Muskeln, Gelenken und anderen Strukturen des Bewegungsapparates nicht optimal verarbeitet werden. Ziel der Übungen ist es, die Körperwahrnehmung zu verbessern, die Gleichgewichtskontrolle zu fördern und die Sicherheit bei alltäglichen Bewegungen zu erhöhen.

Propriozeptives Training

Propriozeptive Übungen trainieren die Wahrnehmung der Körperstellung und Bewegung. Ziel ist es, die Informationen aus Muskeln, Gelenken und Bändern besser zu verarbeiten und die Orientierung des Körpers im Raum zu verbessern.

Sensomotorisches Training

Beim sensomotorischen Training wird das Zusammenspiel zwischen Wahrnehmung und Bewegung gezielt gefördert. Die Übungen helfen dabei, Bewegungen präziser zu steuern und die Stabilität im Alltag zu verbessern.

Gleichgewichtstraining

Gleichgewichtsübungen unterstützen die Zusammenarbeit zwischen Augen, Gleichgewichtssystem und Bewegungsapparat. Dadurch kann die Stabilität im Stand und bei Bewegungen verbessert werden.

Training auf unterschiedlichen Untergründen

Das Üben auf verschiedenen Untergründen stellt unterschiedliche Anforderungen an die Körperwahrnehmung. Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit des Gleichgewichtssystems zu fördern und die Stabilität in unterschiedlichen Alltagssituationen zu verbessern.

Einbeinstand-Variationen

Der Einbeinstand gehört zu den klassischen Übungen zur Förderung von Gleichgewicht und Körperwahrnehmung. Durch unterschiedliche Variationen kann die Schwierigkeit individuell angepasst werden.

Gangtraining mit Richtungswechseln

Richtungswechsel stellen höhere Anforderungen an die Gleichgewichtskontrolle als geradliniges Gehen. Solche Übungen helfen dabei, die Bewegungssteuerung und Sicherheit im Alltag zu verbessern.

Koordinationsübungen

Koordinationsübungen fördern das Zusammenspiel verschiedener Körpersysteme und unterstützen die Kontrolle von Haltung und Bewegung. Dadurch kann die Stabilität bei alltäglichen Aktivitäten verbessert werden.
Bei Schwindel durch gestörte Körperwahrnehmung steht die Verbesserung der Wahrnehmung von Körperhaltung und Bewegung im Mittelpunkt der Übungen.
Mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung erfahren Sie auf unserer Seite über Schwindel durch gestörte Körperwahrnehmung.
Mehr über propriozeptiver Schwindel

Physiotherapie bei Schwindel in Binningen | Basel

Schwindel kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Eine genaue Untersuchung hilft dabei, die Beschwerden besser einzuordnen und geeignete therapeutische Massnahmen auszuwählen.

In unserer Praxis behandeln wir Menschen mit verschiedenen Formen von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Dazu gehören unter anderem Lagerungsschwindel, Vestibularisneuritis, vestibuläre Migräne, PPPD, Schwindel durch die Halswirbelsäule, Schwindel beim Aufstehen sowie Schwindel durch gestörte Körperwahrnehmung.

Nach einer ausführlichen Untersuchung erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan. Dabei können je nach Ursache beispielsweise Lagerungsmanöver, vestibuläre Rehabilitation, Blickstabilisationstraining, Gleichgewichtstraining, sensomotorisches Training oder weitere physiotherapeutische Massnahmen zum Einsatz kommen.

Ziel der Behandlung ist es, Schwindelbeschwerden zu reduzieren, die Sicherheit im Alltag zu verbessern und die Teilnahme an beruflichen, sportlichen und alltäglichen Aktivitäten zu erleichtern.

Häufige Fragen zu Übungen gegen Schwindel (FAQ)

Können Übungen Schwindel wirklich verbessern?

Ja. Bei vielen Schwindelerkrankungen können gezielte Übungen dazu beitragen, das Gleichgewicht zu verbessern, die Blickstabilität zu fördern und die Sicherheit im Alltag zu erhöhen. Welche Übungen sinnvoll sind, hängt jedoch von der Ursache der Beschwerden ab.

Welche Übung hilft am besten gegen Schwindel?

Eine einzelne Übung, die bei allen Schwindelformen hilft, gibt es nicht. Die Auswahl der Übungen richtet sich nach der zugrunde liegenden Diagnose und den individuellen Beschwerden.

Können Übungen Schwindel zunächst verstärken?

Ja. Einige Übungen können vorübergehend leichte Schwindelbeschwerden auslösen. Dies ist bei bestimmten Trainingsformen sogar gewünscht, da das Gehirn dadurch lernen kann, die Reize besser zu verarbeiten. Die Beschwerden sollten jedoch nicht dauerhaft oder übermässig stark sein.

Wie oft sollten Übungen durchgeführt werden?

Die Häufigkeit hängt von der jeweiligen Diagnose und dem individuellen Trainingsplan ab. In vielen Fällen ist regelmässiges Üben über einen längeren Zeitraum wichtiger als eine hohe Intensität.

Kann ich Übungen gegen Schwindel selbst durchführen?

Viele Übungen können nach entsprechender Anleitung selbstständig durchgeführt werden. Zunächst sollte jedoch geklärt werden, welche Ursache dem Schwindel zugrunde liegt und welche Übungen geeignet sind.

Wann sollte ich professionelle Hilfe suchen?

Wenn Schwindel neu auftritt, häufig wiederkehrt, zu Stürzen führt oder die Beschwerden unklar sind, sollte eine medizinische oder physiotherapeutische Abklärung erfolgen.
Wichtig: Es gibt nicht die eine Übung gegen Schwindel. Die wirksamsten Übungen hängen immer von der Ursache der Beschwerden ab.

Schwindel in behandeln lassen in Binningen | Basel

Schwindel kann den Alltag erheblich beeinträchtigen und die Lebensqualität einschränken. Da die Ursachen sehr unterschiedlich sein können, ist eine gezielte Untersuchung wichtig, um die passende Behandlung auszuwählen.

In unserer Praxis für Physiotherapie in Binningen behandeln wir Menschen mit verschiedenen Formen von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Nach einer ärztlichen Abklärung erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan, der auf Ihre Beschwerden und Ihre Diagnose abgestimmt ist. Je nach Ursache kommen beispielsweise Lagerungsmanöver, vestibuläre Rehabilitation, Blickstabilisationstraining, Gleichgewichtstraining oder sensomotorische Übungen zum Einsatz.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Praxis in Binningen, wenn Sie unter Schwindel, Gleichgewichtsstörungen oder Unsicherheit beim Gehen leiden. 
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Nicht jede Übung eignet sich für jede Schwindelursache. Die Auswahl sollte sich immer an der Diagnose orientieren.
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Bei gesundheitlichen Beschwerden, unklaren Symptomen oder medizinischen Fragen sollten Sie sich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson wenden. Insbesondere bei neu auftretendem, starkem oder anhaltendem Schwindel ist eine medizinische Abklärung wichtig.

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